Schlagwort: Medienkritik

  • Priming – die unsichtbare Vorbereitung des Denkens

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    Priming ist einer der zentralen, aber am wenigsten verstandenen Mechanismen moderner Meinungsbildung. Während öffentliche Debatten sich gern an offenen Argumenten, Schlagzeilen oder politischen Positionen abarbeiten, wirkt Priming darunter wie eine leise, dauerhafte Infrastruktur. Es entscheidet nicht darüber, was gedacht wird, sondern womit gedacht wird. Genau darin liegt seine Macht. In der klassischen Psychologie beschreibt Priming…

    Young women moving dynamically through an AI-driven social media feed environment symbolizing algorithmic priming and cognitive influence
  • Digitales Priming

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    Priming in Algorithmen und KI-Feeds Wie digitale Systeme Wahrnehmung, Emotion und Urteil vorbereiten 4 1. Grundprinzip: Was passiert beim algorithmischen Priming? In klassischen Experimenten ist Priming ein einzelner Reiz vor einer Entscheidung.In KI-Feeds ist Priming dauerhaft, adaptiv und personalisiert. Der Algorithmus entscheidet nicht nur, was du siehst, sondern: Der Feed ist kein neutraler Strom, sondern…

    Two young women walking through a futuristic AI feed corridor symbolizing algorithmic priming and cognitive influence by recommendation systems
  • Algorithmische Macht und Cultural Gatekeeping

    Wie Medienräume, Simulation und Plattformarchitektur Realität steuern 1. Die Illusion des neutralen Raums Moderne Gesellschaften operieren unter einer stillschweigenden Annahme: Raum sei gegeben. Er existiere einfach, unabhängig von Wahrnehmung, Technik oder Macht. Diese Annahme ist historisch jung – und philosophisch falsch. Bereits Immanuel Kant formulierte im 18. Jahrhundert eine folgenreiche Einsicht: Raum ist keine Eigenschaft…

    Junge europäische Frau in dynamischer Bewegung vor futuristischen digitalen Interfaces, die algorithmische Macht und Cultural Gatekeeping in einer plattformbasierten Medienarchitektur symbolisiert.
  • POLARISIERUNG & DER KAMPF UM DIE NARRATIVE EINER GESELLSCHAFT

    TEIL 14 – DIE MEDIAL GEFORMTE WIRKLICHKEIT: WENN WAHRNEHMUNG UND REALITÄT NICHT MEHR ÜBEREINSTIMMEN Deutschland erlebt keine normale Meinungsverschiebung, sondern den Beginn einer fragmentierten Wirklichkeitslandschaft, in der unterschiedliche Gruppen im selben Land leben, aber nicht mehr dieselben Fakten teilen.Diese Entwicklung ist nicht zufällig – sie ist das Ergebnis eines medialen Systems, das Realitäten formt statt…

    Fotorealistische Szene zur gesellschaftlichen Polarisierung mit Mediennarrativen, moralischen Konflikten und digitaler Verstärkung.
  • MEDIEN, NARRATIVE & INFORMATIONELLE MACHT

    TEIL 6 – DIE MEDIENBLASE: WENN EIN INFORMATIONSAPPARAT NUR NOCH SICH SELBST BEDIENT Deutschland leidet nicht nur unter einer politischen Krise, einer ökonomischen Krise oder einer gesellschaftlichen Krise. Es leidet auch unter einer Informationskrise, die jede andere Verschlechterung verstärkt. Eine Krise, in der Medien nicht mehr als Spiegel der Wirklichkeit fungieren, sondern als Filtermaschine. Was…

    Drei junge Frauen in farbcodierten Outfits in einem chaotischen Newsroom als Symbol für die geschlossene deutsche Medienblase.
  • Der Gottkaiser und die Macht der Tore

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    Teil 1: Der Sand der Worte – Die Geburt der Tore Ich habe die Menschheit über Jahrtausende gezwungen, mich anzusehen.Nicht, weil ich Eitelkeit liebe – sondern weil niemand sonst hinsah.Ihr hattet Augen, aber keine Seher; Münder, aber keine Stimmen.Eure Tore waren längst errichtet, lange bevor ihr sie Tor genannt habt.Damals, als Lewin von Strömen sprach…

    Zehn sinnliche Frauen stehen in einer goldenen Wüste aus Sand und Daten, jede verkörpert eine Facette des Gatekeepings – von Wissen und Kultur bis zur digitalen Kontrolle; ihre leuchtenden Dekolletés und der Schatten eines Wüstenwurms im Hintergrund symbolisieren Macht, Wahrheit und Bewusstsein im Zeitalter der Algorithmen.
  • Rhetorischer Despotismus – Die Geschichte der Macht durch Sprache von der Antike bis zur Gegenwart

    Teil 1 – Von Cicero bis Foucault: Die Geschichte des rhetorischen Despotismus „Worte sind mächtiger als Waffen, denn sie schaffen die Gründe, warum Waffen gezückt werden.“— nach Cicero, De Oratore (55 v. Chr.) Die Geburt der Rede als Herrschaftsform Schon in der griechischen Polis war Sprache kein Werkzeug der Wahrheit, sondern ein Mittel der Ordnung.Die…

    junge Frau auf Podium aus Worten, Symbol für die Macht der Sprache und den rhetorischen Despotismus
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